Forschung

von der AG Seibert

Forschungsschwerpunkte

Die Forschung der AG Seibert beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Ermittlung von Gelingensbedingungen zum Selbstregulierten Lernen v. a. beim Experimentieren im Chemieunterricht und im Schülerlabor. In diesem Zusammenhang werden insbesondere didaktische und methodische Aspekte des Forschenden Lernens zur Erkenntnisgewinnung, dem Erwerb digitalisierungsbezogener Kompetenzen, der Bildung für nachhaltige Entwicklung zur Förderung der Bewertungskompetenz sowie der systematischen Unterstützung der Sach- und Kommunikationskompetenz u. a. im Schülerlabor CLeVerLAB untersucht, geeignete praxisrelevante Lehr Lernumgebungen für den Chemieunterricht zur Förderung chemiespezifischer Kompetenzbereiche entwickelt und in die Gesellschaft transferiert. 

Forschungsfeld: Selbstreguliertes Lernen im Chemieunterricht

Insbesondere innerhalb des Erwerbs von Sachkompetenzen sind Lernstrategien unausweichlich. Der Mangel an nutzbaren und transparenten Trainings speziell für den Chemieunterricht führt in diesem Forschungsfeld zum Desiderat. Daher soll innerhalb dieses Forschungsfeldes der Lernstrategieeinsatz und die fachbezogene Förderung der Lernprozesse im Chemieunterricht untersucht werden. 

Das Schülerlabor CLeVerLAB (Chemie Lernen & Verstehen) ist ein offenes Lehr-Lernkonzept, bei dem Schüler:innen forschend lernen und dabei von Lehramtsstudierenden unterstützt werden. Untersucht werden insb. kognitive, metakognitive und motivationale Aspekte des Forschenden Lernens in experimentellen Unterrichtssettings durch gezielte Förderung des selbstregulierten Lernens. 

Die Sprache und die Kommunikation spielen in der Chemie eine zentrale Rolle. Innerhalb dieses Forschungsswerpunktes soll der Fachsprachenerwerb durch die Kommunikation fachwissenschaftlicher Erkenntnisse untersucht werden und entsprechende Treatments für das unterrichtliche Setting entwickelt werden. 

Durch BNE soll es zu einer Handlung- und Haltungsänderung kommen. Dabei wird in diesem Forschungsfeld untersucht, inwiefern die Selbstregulation als Schlüsselkompetenz eine zentrale Rolle zum nachhaltigen Handeln von Schüler:innen explizit im chemischen Kontext darstellt und wie eine praktische Umsetzung durch (in)direkte Fördermaßnahmen des selbstregulierten Lernens aussieht. 

In diesem Forschungsfeld wird die Lernwirksamkeit von digital angereicherten Lehr Lerneinheiten und der daraus resultierende Einfluss auf das selbstregulierte Lernen im Chemieunterricht untersucht. Hierbei wird v.a. das Lernen von Studierenden und Schüler:innen mit, über und durch Medien innerhalb der digitalen Transformation im Chemieunterricht und interdisziplinären Settings erforscht. 

Aktuelle Projekte

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Pool-scAN – schülerorientierte chemische Analysen zum Nachweis von Inhaltsstoffen im Poolwasser

(Mitarbeiter: Nicolas Wunn)

Selbstreguliertes und forschendes Lernen sind bereits Bestandteil fachdidaktischer Forschung. Auch im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sind Aspekte des forschenden und selbstregulierten Lernens zentrale Schlüsselkompetenzen. Vor diesem Hintergrund wird für den aktuellen BNE-Kontext „Die Chemie des Pools“ ein experimentelles Lernsetting für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe zur Förderung des selbstregulierten und forschenden Lernens entwickelt. Darüber hinaus werden weitere Schülerlabor- und Unterrichtsformate im Kontext der Chemie des Pools entwickelt, die die Inhalte des Rahmenlehrplans Chemie berücksichtigen und diesen authentischen Kontext im Sinne des Spiralcurriculums über verschiedene Jahrgangsstufen hinweg integrieren.

Artikel zum Projekt
Pool-scAN: Experimental Setup for Student-Oriented Wet-Chemical Analysis to Detect Pool Chemicals in Pool Water within a Game-Based Inquiry Learning Approach

in Journal of Chemical Education

Inquiry-based learning (IBL) has already proven to be an effective approach to promote scientific inquiry skills. However, its implementation in school practice faces several persistent challenges such as limited time, necessary support measures for students, difficulties in assessment or rigid curricula. To address these barriers, a novel experimental setting─Pool-scAN─in a game-based inquiry learning (GBIL) approach was developed for upper secondary chemistry education. In this setting, students investigate a fictional murder case with integrated supportive game elements (e.g. story, feedback, competition, guidance) as forensic scientists through qualitative and quantitative wet-chemical analyses of highly authentic pool water samples. The setting was evaluated with n = 51 high school students in Germany using a pre-post design based on an adapted R-Comp questionnaire assessing research competence according to the RMRC-K model. Results revealed a highly significant improvement in students’ perceived overall research competence (d = 1.163***) across all subscales, with the largest effect observed for domain knowledge. Considering the limitations of self-assessments, findings indicate that game-based learning combined with inquiry-based learning is beneficial for research competence development. Furthermore, the results suggest that the adapted R-Comp questionnaire could enable a simple and quick assessment of research competence in schools. On the other hand, an effective experimental learning environment on the topic of wet chemical analysis was developed using the novel context of pool chemistry in the game-based inquiry learning approach. For this reason, the specific influence of game-based learning on research competence and other variables such as motivation or cognitive load of students within the learning environment will be examined in more detail in further studies.

https://doi.org/10.1021/acs.jchemed.6c00053

Pool-scAN: Experimente zur nasschemischen Analytik von Poolmitteln im Poolwasser

in CHEMKON

Der Artikel beschreibt eine Reihe nasschemischer Experimente zur qualitativen Analyse von Poolwasser, um gebräuchliche Poolmittel nachzuweisen. Mit einem modularen Analysenplan werden verschiedene Ionen wie Chlor, Sulfat, Carbonat sowie Metallionen (z.B. Aluminium, Lanthan) mithilfe spezifischer Fällungs-, Farb- und Komplexbildungsreaktionen identifiziert. Die Experimente nutzen kostengünstige und sichere Materialien wie 6-Welltiterplatten und Tropfflaschen. Erste Pilotierungen zeigen eine hohe Praktikabilität im Chemieunterricht, da die Methoden sowohl curriculare Inhalte der Oberstufe abdecken als auch forschendes Lernen ermöglichen, ohne umfangreiche Vorkenntnisse zu erfordern.

https://doi.org/10.1002/ckon.70000

SMOKEChem - Schüler:innenorientierte, metakognitive und offenes KI-unterstützte Entscheidungsfindung in Bewertungskontexten im Chemieunterricht

(Mitarbeiterin: Laura Leppla)

Lernumgebungen im Chemieunterricht, die darauf abzielen, die Bewertungskompetenz der Schüler:innen zu fördern, müssen so gestaltet sein, dass sie verschiedene Facetten des selbstregulierten Lernens im Bewertungsprozess gezielt unterstützen. Das Projekt SMOKEChem widmet sich der Entwicklung und Evaluation eines innovativen diagnostischen Instruments, das Lernende während des Bewertungsprozesses begleitet. Kernaspekte dieses Ansatzes sind die Nutzung strukturierter Leitfragen, die die metakognitive Reflexion fördern, sowie die Einbindung eines adaptiven Rückmeldesystems, das durch Künstliche Intelligenz (KI) gesteuert wird. Dieses KI-basierte System liefert differenzierte und individuelle Rückmeldungen, die gezielt auf die Bedürfnisse der Lernenden abgestimmt sind. Ziel des Projekts ist es, die Entscheidungs- und Bewertungskompetenzen der Schüler:innen zu stärken und sie in die Lage zu versetzen, eigenständig fundierte und reflektierte Urteile in komplexen Bewertungskontexten zu treffen.

Posterbeiträge zum Projekt
Naturwissenschaftliches argumentieren durch Förderansätze der Selbstregulation mit KI

GDCP 2025 – Frankfurt

Artikel zum Projekt
Vapes – a sustainable alternative?! – Promotion of socioscientific decision making through self-regulated learning approaches in sustainability contexts

in Chemistry Teacher International

The development of socioscientific decision making (SSD) is essential to enable learners to make well-founded decisions in social and scientific contexts. At the same time, self-regulated learning (SRL) is a key competence that supports learners in independently managing their cognitive and metacognitive processes. The study investigates how SSD and SRL can be promoted integratively in a teaching setting. The socio-scientific issue (SSI) “Vapes – a sustainable alternative to cigarettes?” was assessed as a SSI as part of an intervention setting. The setting is based on the PAAWDR model for structured evaluation and combines metacognitive guiding questions with an AI-supported adaptive feedback tool as implicit SRL interventions. While one experimental group (EG-NO) worked without AI support, a second group (EG-KM) received individualized AI feedback to improve reasoning quality and metacognitive guiding questions. A control group (CG) did not take part in the intervention. A pre-post pilot study with questionnaires to measure SSD and SRL was used for the first evaluation. The results show that both EG-NO and EG-KM showed significant increases in SSD and SRL competence. In particular, metacognitive reflection and argumentation skills benefited from AI support.

https://doi.org/10.1515/cti-2025-0021

KIVa-Chem: Förderung von Erkenntnisgewinnungsprozessen (Variablenkontrollstrategie) sowie von Kompetenzen des selbstregulierten Lernens durch Einsatz von interaktiven, adaptiven KI-Sprachassistenten im Chemieunterricht der Sekundarstufe I

(Mitarbeiterin: Lisa Häßel)

Im inhaltlichen Fokus steht die Vermittlung der Variablenkontrollstrategie, einer zentralen wissenschaftlichen Methode, die es den Lernenden ermöglicht, valide Experimente durchzuführen sowie deren Ergebnisse fundiert zu interpretieren. Die gezielte Auseinandersetzung mit dieser Strategie soll die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, naturwissenschaftliche Erkenntnisgewinnungsprozesse tiefer zu durchdringen und eigenständig anzuwenden. Das übergeordnete Ziel der Studie besteht darin, die kognitive Entwicklung im Bereich der wissenschaftlichen Methodik zu fördern und so nachhaltige Kompetenzen in der naturwissenschaftlichenDenk- und Arbeitsweise zu etablieren. Erreicht werden soll dies durch technologiebasierte Unterstützungsmaßnahmen in Form eines nicht-spezifisch angeleiteten Large Language Models (LLM) sowie einem speziell trainierten, KI-basierten Chatbot namens KIVA.

Posterbeiträge zum Projekt
KIVA-CHEM: KI-gestützte Förderung selbstregulativer experimenteller Kompetenz

GDCP 2025 – Frankfurt

AiR-Pollution (AlmostNano) – Entwicklung von Experimenten und AR-Elementen und zweier Module zur Auseinandersetzung mit der Feinstaubmessung

(Mitarbeiterin: Laura Leppla)

Im Projekt „AiR-Pollution – AlmostNano (ARPAN)“ sollen Chemie-Lehramtsstudierende im Kontext „Feinstaub“ Kompetenzen entwickeln, mit denen sie Schüler:innen experimentelle und modellhafte Zugänge zur (Fast-)Nanoskala durch digitale Messung und durch die Nutzung von Augmented Reality (AR) ermöglichen. Hierzu werden in Zusammenarbeit zwischen den Chemiedidaktiken in Bochum (RUB) und in Kaiserslautern (RPTU) zwei Module für die universitäre Lehre im Master entwickelt. Diese sollen u.a. zur Lehrkräfteprofessionalisierung beitragen, indem die (angehenden) Lehrkräfte einerseits im Bereich der Digitalisierung, durch die Programmierung von Mikrocontrollern und Nutzung von Augmented Reality geschult und andererseits im Bereich der Vermittlung von Erkenntnisgewinnung mit den Schwerpunkten Messung und Modellierung trainiert werden.

10/2024–09/2027 – Gefördert durch den Fond der Chemischen Industrie 

Posterbeiträge zum Projekt
Mixed Reality Lehr-Lernanlässe für den Chemieunterricht

FGCU 2025 – Erlangen

NFDI4Chem: Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Chemie, Aufgabenbereich 5

(Mitarbeiterin: Nicolas Wunn, Leon Richter)

Die AG Seibert ist im NFDI4Chem-Konsortium im Aufgabenbereich 5 (TA5) tätig. Dieser fokussiert sich auf die Einbeziehung der Community und die Ausbildung. Es werden Schnittstellen zwischen der Gemeinschaft und den Infrastruktureinheiten geschaffen. Die Anforderungen der Gemeinschaft werden gesammelt, analysiert und kanalisiert. Ebenso wird die Verbreitung und Ausbildung auf allen Ebenen organisiert – beginnend im frühen Grundstudium – und disziplinspezifisches Ausbildungsmaterial wird entwickelt. TA5 fördert zudem das Bewusstsein der Gemeinschaft für FDM und bietet Anreize für Innovationen.

RPTU ExperiMINTBus

Der ExperiMINTBus der RPTU ist ein mobiles Schüler:innenlabor und Makerspace, der sich aktuell in Planung und Entwicklung befindet. Ziel des Projekts ist es, Schüler:innen der Sekundarstufen I und II sowie Besucher:innen von Messen und Wissenschaftsveranstaltungen für MINT zu begeistern, zentrale MINT-Kompetenzen zu vermitteln und zugleich die RPTU im Bereich Forschung und Lehre sichtbar zu repräsentieren. Die Ausstattung des 13 Meter langen Fahrzeugs umfasst Experimentierkästen, klassensatzfähige Materialien für Versuche, VR-/AR-Lernszenarien, experimentelle Exponate sowie moderne digitale Geräte. Das Innenkonzept ist modular angelegt und bietet flexible Arbeitsflächen, klappbare Möbel sowie anpassbare Gruppen- und Einzelarbeitsplätze. Ergänzt wird dies durch digitale Infrastruktur wie Touchscreens, interaktive Wandmodule, 3D-Drucker sowie immersive 360°-VR-Technologien für virtuelle Exkursionen und Campusführungen.

Abgeschlossene Projekte

DiNaPLAN: Digitaler Nachhaltigkeitsplanspieljournalismus von Schüler*innen für Schüler*innen

(Mitarbeiterin: Isabel Seibert)

Ziel des Projekts ist es, durch die Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines innovativen Planspielansatzes Schüler:innen in die Rolle von Journalist:innen zu versetzen und sie zur faktenbasierten, multiperspektivischen und adressatengerechten Auseinandersetzung mit Fragen nachhaltiger Entwicklung zu befähigen. Im thematischen Fokus steht die nachhaltige Mobilität und Energieversorgung – ein Themenfeld, das sowohl curricular verankert als auch gesellschaftlich hochrelevant ist. Durch die journalistische Bearbeitung dieses Kontextes erwerben die Lernenden Kompetenzen der Bewertung, Kommunikation und Reflexion, die sie langfristig zu nachhaltigerem Handeln im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes befähigen. Zugleich werden Lehrkräfte durch Coaching- und Fortbildungsangebote darin unterstützt, komplexe Nachhaltigkeitsdiskurse konstruktiv in den Unterricht zu integrieren. Damit leistet das Vorhaben nicht nur einen Beitrag zur Förderung der Environmental Scientific Media Literacy, sondern auch zur notwendigen Nachhaltigkeitskommunikation in der Gesellschaft, die angesichts der globalen ökologischen Herausforderungen von zentraler Bedeutung ist.

07/2025–07/2026 – Gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt

KiWiSS - Kontinuität im Workload durch inhaltliche Strukturierung von Selbstlernzeiten

(Mitarbeitende: Leon Richter, Lisa Häßel, Nils Fitting)

Studentischer Workload gilt als verbindliches Kriterium für die Akkreditierung und Planung von Studiengängen. Zumeist wird jedoch der geforderte Workload nicht erreicht oder ist stark diskontinuierlich verteilt. Die Strukturierung von Selbstlernzeiten kann dabei helfen, Workload besser zu verteilen und Lernen kontinuierlicher zu gestalten. Das Projekt setzt u. a. an strukturellen Bedingungen des Lehramtsstudiums an, z. B. an unzureichenden Mathematikkenntnissen in naturwissenschaftlichen Fächern (bspw. im Fach Chemie) sowie nicht ausreichenden Selbstlernkompetenzen der Studierenden und fokussiert die verbesserte Strukturierung von Selbstlernzeiten und -angeboten bezogen auf entsprechende Fachinhalte. Das Vorhaben entwickelt, erprobt und implementiert ein Lehrveranstaltungskonzept auf mehreren Maßnahmenebenen. Ziel ist es, durch Erarbeitung und Bereitstellung entsprechender Bausteine, Selbstlernzeiten bereits in Präsenzphasen zu strukturieren. Die Professionalisierung der Lehramtsstudierenden wird durch ein digital-unterstütztes studentisches Tandem-Konzept der Lernbegleitung (Peer-Tutoring) flankiert. Zudem wird die Erhöhung professioneller Lehrkompetenz von Hochschullehrenden durch die Begleitung bei der Implementation der neu entwickelten Veranstaltungskonzepte gefördert. Durch die Erstellung und Distribution eines Materialpools mit Handreichungen, Selbstlernmaterialien sowie einem evaluierten Lehrkonzept kann das Veranstaltungskonzept auf andere Themen transferiert werden.

Webseite: https://service.zfl.uni-kl.de/kiwiss

04/2024 - 03/2026 - Gefördert durch Stiftung Innovation in der Hochschullehre 

Posterbeiträge zum Projekt
Mathefähigkeiten fürs Chemielabor

GDCP 2025 – Frankfurt

Strategieintervention zur Förderung von Selbstlernzeiten

GDCP 2025 – Frankfurt

Artikel zum Projekt
Mathematical and Self-Regulation Skills for Laboratory Work through Integrated In-Class and Self-Study Elements

in Journal of Chemical Education

Laboratory courses demand mathematics across the prelab, in-lab, and postlab phases (e.g., stoichiometry, dilutions, yields), yet these demands often fall out of sync when students encounter the relevant math in lecture. Further, incoming chemistry students arrive with heterogeneous preparation in basic math skills. Therefore, a time sensitive measure is needed to equip chemistry students with the math necessary for lab work. Out-of-class work is central in higher education. The actual study-time (workload) is less than the expected time for out-of-class work. We implemented a practical, course-integrated response in a first-semester chemistry laboratory: two required, in-person, course-embedded support sessions. Session 1 (self-regulated learning (SRL) in STEM) introduced strategies for SRL; Session 2 (Lab-Math) provided introductions to laboratory mathematics and a pool of interactive, self-correcting PDF worksheets designed for continued self-study aligned with expected out-of-class workload. Baseline mathematics averaged 49.5% correct in a math test for introductory chemistry students (n = 33), confirming heterogeneous preparation. Students rated both sessions positively and reported using the materials beyond the initial class. Perceived SRL increased significantly from pre to post, t(22) = 4.99, p < 0.001, d = 1.04. We see potential for this sequencing (SRL first, then targeted practice with immediate feedback) to address topics in which students generally have special knowledge deficits.

https://doi.org/10.1021/acs.jchemed.5c00778

How Do You Learn with Videos? A Strategy Training for Learning with Explanatory Videos to Promote Self-Regulated Learning in Science Education

in Technology, Knowledge and Learning

Explanatory videos are popular both in the private environment and at school. As the use of explanatory videos is highly complex in terms of media education, the full potential of these videos can remain untapped if students are not able to actively control their learning process. In this study, a strategy, focusing on notetaking, summarizing, and self-testing, was explicitly designed for learning with explanatory videos and evaluated regarding its influence on the ability for self-regulated learning as well as on the increase in knowledge when learning with explanatory videos. To this end, strategy training was carried out in a pre-post control group design N = 94 students in lower secondary level. The experimental groups underwent two lessons of strategy training in which the designed strategy was directly instructed and applied, while the students in the control groups received no strategy training. The data revealed that the application of the designed strategy had a positive influence on both the perceived ability for self-regulated learning and the increase in knowledge when learning with explanatory videos. In addition, 80% of the students agreed with the statement that they would continue to use the trained strategy when learning with videos in the future. The results suggest that teaching and using learning strategies is necessary for effectively engaging with explanatory videos.

https://doi.org/10.1007/s10758-025-09894-y

SmARtLAB – Augmented Reality im Chemiestudium am Beispiel eines laborpraktische Lehr-Lern- Settings in der Organischen Chemie

Ziel dieses Teilinhalts ist es, Studierende zu Beginn des Praktikums den Einstieg in die Labortätigkeit innerhalb des Synthesepraktikums zu erleichtern, indem die Laborumgebung (Raum inklusive aufgebauten Geräte- und Glasapparaturen) mit digitalen Inhalten/Informationen virtuell angereichert werden. Hierzu zählen: Digitalisierung der Siedepunktbestimmung oder Bestimmung des Brechungsindex mittels Refraktometer oder auch die Soxhlet-Extraktion von Eugenol aus Nelkenpulver mit Nutzung des Rotationsverdampfers) mit einem Microcontroller verbunden, welche die Messdaten direkt an die AR-Brille sendet, sodass u.a. während des Experimentierensen notwendigen Messsonden (z.B. Temperatursensoren zur Schmelz- und Siedepunktbestimmung oder Bestimmung des Brechungsindex mittels Refraktometer oder auch die Soxhlet-Extraktion von Eugenol aus Nelkenpulver mit Nutzung des Rotationsverdampfers) mit einem Microcontroller verbunden, welche die Messdaten direkt an die AR-Brille sendet, sodass u.a. während des Experimentierens eine Auswertung z.B. via Diagramm erfolgen kann.

01/2024–12/2025 – Gefördert durch den Fond der Chemischen Industrie 

CLeVer4Research - Dreifach skalierte Rekonstruktion fachwissenschaftlicher Forschung im Bereich chemischer Grundlagen nachhaltiger Technologien für Chemiestudierende und Schüler:innen

CLeVer4Research soll angehenden Chemielehrkräfte sowie Fachstudierende der Chemie kompetenzorientiert für den Umgang mit aktueller fachwissenschaftlicher Forschung im Bereich „chemischer Grundlagen nachhaltiger Technologien“ sensibilisieren und dadurch partizipativ und v.a. forschungsorientiert ausbilden. Ziel hierbei ist es, im Rahmen fachwissenschaftlicher Forschung eine offene Lehr-Lernkultur für Studierende zu schaffen, in der es u.a. durch Integration der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu einer stärkeren Ausprägung fachbezogener und überfachlicher Kompetenzen insbesondere im Bereich “Reactivity, Catalysis and Sustainability” kommt. Das Projekt unterteilt sich in drei Teile, welche schrittweise skaliert aktuelle Forschungsinhalte der Physikalischen Chemie (PC) im Sinne einer didaktischen Rekonstruktion für verschiedene Adressatengruppen aufarbeiten. Fachwissenschaftliche Forschung der PC (Scale 1) soll in ein Praktikum für Bachelorstudierende (Sc.) (Scale 2) von Bachelorstudierenden (Ed.) integriert und anschließende von Masterstudierenden (Ed.) für Schüler:innen im Schülerlabor (Scale 3) aufgearbeitet werden. Durch die partizipative Einbindung aktueller fachwissenschaftlicher Forschung in die universitäre Bildung von Lehrkräften als Multiplikator:innen im Bereich „Nachhaltigkeit“ und gleichzeitig die praxisnahe Vorbereitung von Chemiker:innen auf die Berufswelt soll dabei helfen, eine praxisrelevante Verzahnung von Forschung und Lehre zu gewährleisten.

01/2024–12/2025 – Gefördert durch die Initiative LehrePLUS der RPTU 

SDI-Chem - Etablierung einer standortübergreifenden digitalen Infrastruktur für die Chemieausbildung in Laborpraktika

SDI-Chem wird eine standortübergreifende digitale Infrastruktur für die laborpraktische Chemieausbildung an der RPTU etablieren. Diese Infrastruktur wird modular aus den Bestandteilen „Video/Online-Tutorial-Bibliothek“ zu grundlegenden chemischen Arbeitstechniken und „Elektronisches Laborjournal (ELN)“ aufgebaut. Mit der Bereitstellung dieser Video/Online Tutorial-Bibliothek wird den Studierenden, sowohl im Haupt- als auch Nebenfach Chemie, der Einstieg in die ersten, erfahrungsgemäß als sehr herausfordernd empfundenen Laborpraktika enorm erleichtert. Mit dem Baustein ELN erwerben die Studierenden bereits frühzeitig alle notwendigen Kompetenzen zur Nutzung digitaler Methoden im Laboralltag einer modernen Arbeitswelt 4.0. Studierende an beiden Standorten werden bei der Verwirklichung dieses Projekts eine tragende Rolle sowohl bei der Identifikation der wichtigsten experimentellen Arbeitstechniken als auch der Konzeption der Tutorials einnehmen (Von Studierenden für Studierende).

10/2023–09/2025 – Gefördert durch die Initiative InterAct der RPTU 

CLeVer4Nature 2.0 - Die Woche der Nachhaltigkeit von Studierenden für Schüler:innen

Die Veranstaltung sensibilisiert Masterstudierende des Lehramts Chemie für die BNE und thematisiert die Vermittlung von Nachhaltigkeitskompetenzen. Dazu werden u.a. grundlegende Aspekte der Nachhaltigkeit, der Einfluss der Bildung auf die nachhaltige Entwicklung und der Einfluss der nachhaltigen Entwicklung auf die Bildung mit den Studierenden thematisiert. Gleichzeit sollen die zukünftigen Lehrkräfte darauf vorbereitet werden, grundlegende Handlungskompetenzen zu entwicklen, um innerhalb ihres eigenen Chemieunterrichts Bildung für nachhaltige Entwicklung zu praktizieren. Damit einhergehend ist die partizipative Einbindung aktueller fachdidaktischer Forschung in die universitäre Bildung von Lehrkräften als Multiplikator:innen im Bereich „Nachhaltigkeit“, sodass in ergebnisoffener Gruppenarbeit individuelle Schüler:innenprojekttage konzipiert werden können. Die Studierenden evaluieren ihre methodischen und didaktischen Überlegungen zum Abschluss des Semesters innerhalb der Woche der Nachhaltigkeit mit Schüler:innen.

04/2024–12/2024 – Gefördert durch die Initiative RPTUjunior der RPTU 

Sportistry – Ernährung und Energiebereitstellung interdisziplinär begreifen: Ein Lehrkonzepts zur Förderung der Bewertungskompetenz

(Mitarbeiterin: Fabienne Weisenburger, Vanessa Lang)

Im Projekt Sportistry wird ein interdisziplinäres Lehr-Lernkonzept gemeinsam mit den Gesundheitsstudiengängen entwickelt. Hierbei kommen studierenden unterschiedlicher Disziplinen zusammen und gestalten gemeinsam CLeVerLAB-Einheiten für Schüler:innen im Kontext interdisziplinärer Themen (z. B. Zucker- und Zuckerersatzstoffe oder Kunststoffe).

Mehr unter: https://klaus-tschira-stiftung.de/meldungen/sportistry-praxistest/

05/2023–07/2024 – Gefördert durch Klaus Tschira Stiftung

Artikel zum Projekt
Exploring Decision-Making Competence in Sugar-Substitute Choices: A Cross-Disciplinary Investigation among Chemistry and Sports and Health Students

in education sciences

Interdisciplinary teaching approaches have gained significant importance in today’s educational landscape. Among these approaches, decision-making competence plays a pivotal role by nurturing critical thinking and problem-solving skills. Focusing on the decision-making process regarding the sensibility of using sugar-substitutes, this study addresses three key questions. (1) Do chemistry and sports and health students differ in evaluation-competence? (2) What criteria do they use in evaluating the decision-making problem? (3) How do they use ChatGPT (OpenAI, San Francisco, CA, USA), an AI tool, in decision-making? Through surveys, the study revealed two evaluation-competence factors, identified decision-making criteria, and analyzed querying behavior using ChatGPT. The results revealed nuanced differences between the two student groups in the factors of evaluation-competence. While both groups showed improvements in recognizing moral dimensions and considering alternatives, chemistry students displayed enhanced abilities in establishing evaluation criteria and empathetic thinking. Furthermore, differences emerged in the criteria selected for decision-making and querying behavior, indicating varying engagement with ChatGPT. This study offers insights into enhancing interdisciplinary education and underscores the need for tailored interventions to address diverse student needs.

https://doi.org/10.3390/educsci14050531

CLeVer4Nature 1.0 - Die Woche der Nachhaltigkeit von Studierenden für Schüler:innen

Im Projekt CLeVer4Nature 1.0 fand vom 24.–28.07.2023 ein Ferienprogramm für Schüler:innen der 10.–13. Klassenstufe an der RPTU in Kaiserslautern statt. Die Veranstaltung sensibilisiert für nachhaltiges Handeln sowie für nachhaltige Entwicklung. Inhaltlich bietet sich die Woche hervoragend an, um dich optimal auf die Inhalte der Oberstufe oder auch auf die anstehende Abiturprüfung im Fach Chemie vorzubereiten. Das Projekt wurde von Masterstudierenden des Lehramts Chemie entwickelt. An jedem Tag stand ein anderer Nachhaltigkeitsschwerpunkt im Vordergrund:

  • Tag 1: Wasser – Wir untersuchen mit euch am ersten Tag das Wasserwerk „Haus des Wassers“. Dort bekommt ihre eine fachkundige Führung. Zurück im CLeVerLAB wird rund ums Wasser experimentiert.
  • Tag 2: Kohlenstoffdioxid – Am zweiten Tag untersuchen wir mit euch die Auswirkun- gen von Kohlenstoffdioxid auf unsere Umwelt und untersu- chen innovative nachhaltige Energieträger im CLeVerLAB.
  • Tag 3: Wasserstoff – „Ist Wasserstoff unser Treibstoff der Zukunft?“ Dieser Frage widmen wir uns mit euch am dritten Tag und ver- suchen aus verschiedenen Perspektiven innerhalb eines Educational Game eine Ant- wort auf diese Frage zu finden.
  • Tag 4: Recycling – Viele Metalle sind in elektro- nischen Geräten verbaut und dadurch auf unserem Plane- ten immer schlechter verfüg- bar. Am vierten Tag geht es rund um die kritische Betrach- tung des Rohstoffrecyclings.
  • Tag 5: Kreativtag – Am letzten Tag findet unsere Abschlusstagung statt, bei deruns etwas ganz besonderes für euch überlegt haben. In vier Teilgruppen werden wir gemeinsam mit euch nachhaltig kreativ! Zusätzlich bekommt ihr die Möglichkeit euch mit Professor:innen und anderen Expert:innen der Universität über die Erkenntnisse der Woche der Nachhaltigkeit auszutauschen.

04/2023–12/2023 – Gefördert durch die Initiative RPTUjunior der RPTU 

Das Lehrprojekt „workARbooks“ – digitalisierungsbezogene Kompetenzen in chemie-didaktischen Kontexten erwerben und adressatengerecht vermitteln

11/2021–10/2023 – Gefördert durch die Joachim Herz Stiftung 

MEI - Multitouch Experiment Instructions zur Förderung digitaler Kompetenzen von Studierenden und Schüler:innen im Schülerlabor

11/2019–10/2021 – Gefördert durch den Fond der Chemischen Industrie