Mehrkernige Metallkatalysatoren besitzen die Fähigkeit mehr als ein Oxidations- oder Reduktionsäquivalent zu speichern. Das macht sie zu vielversprechenden Katalysatoren für Mehrelektronenredoxreaktionen,...

...da sie diese Redoxäquivalente entweder als ein Elektronenpaket abgeben oder aufnehmen können. Im Fokus unserer Forschung stehen hierbei µ4-oxido Kupfercluster, die das zentrale {Cu4OCl6} Motif besitzen. In einer adamantan-ähnlichen Struktur liegt ein zentrales Oxid-Ion vor, welches invers von vier Kupfer(II)-Ionen koordiniert wird, welche die verbrückenden Positionen in Adamantan einnehmen. Sechs Chloridionen verbrücken diese Kupferzentren und nehmen die Brückenkopfpositionen im Vergleich zu Adamantan ein. In der Regel einzähnige Liganden vervollständigen die trigonal-bipyramidale Koordinationsumgebung der einzelnen Kupferzentren.

Zur Untersuchung der kooperativen Effekte beschäftigen wir uns auch mit der Darstellung und Charakterisierung von heteroleptischen µ4-oxido Systemen, bspw. mit den Liganden CH3CN und Triphenylphosphinoxid (TPPO).

Eine Anwendung solcher Verbindungen findet sich beispielsweise in der Oxidationskatalyse, wo mit H2O2 als Co-Reagenz Cyclohexan in einer Eintopfreaktion zu Adipinsäure umgesetzt werden kann (doi.org/10.1002/ejic.201901052).